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NSC – Anschluss und Einlesen

So schließen Sie die Wartungsbox an eine NSC-Zentrale (Solution F1 / F2) an und lesen die Melderdaten in die BMAcloud ein.

Wichtig: In der NSC-Programmierung heißt die Schnittstelle zur Box „Drucker“. Das ist kein Papierdrucker, sondern der Anschluss der Wartungsbox. Alternativ kann die Box auch über FAT (Schnittstelle „NSC FAT“) angebunden werden – das ist der überwachte Direktanschluss.

Die Verbindung erfolgt über RS232 (UART). Empfohlen: UART3 bei Solution F1, UART2 bei Solution F2 – bei allen Zentralen dieselben Anschlüsse verwenden.


1. Voraussetzungen für die Inbetriebnahme​

Ziel: Alles bereitlegen, bevor Sie an der Anlage arbeiten.

Mitbringen / bereithalten​

BenötigtBemerkung
Wartungsboxmobil oder stationär
Datenstecker (3-polig) + Stromstecker (2-polig)zur Box; GND = graues Kabel
SUB-D (nur Solution F2)zwischen Wartungsbox und RS232 der Zentrale
Laptop mit NSC BMA Konfig-Toolinkl. aktuellem Projekt / Programmierfile
Zugang Errichter-Menü an der BMZalternativ zur Software-Programmierung

Technische Daten​

EigenschaftWert
ZentralentypNSC (Solution F1 / F2)
SchnittstelleRS232 (UART)
Stromversorgung24 V
Firmware (Minimum)13.03 (sonst sind die ausgegebenen Daten nicht auswertbar)

An der Box prüfen​

  • Box eingeschaltet und betriebsbereit
  • Protokoll / Anlagentyp: NSC (immer der Zentralentyp)
  • Box- und App-Version: immer auf dem neuesten Stand halten (Mindestversionen werden laufend aktualisiert; feste Versionsnummer hier bewusst nicht genannt)

Welche Zentrale?​

ZentralentypAnschlussEmpfohlener UART
Solution F1direkt an UART-Pins; Versorgung am Netzteil (24 V)UART3
Solution F2über SUB-D an RS232UART2
Hinweis

Es kann ein beliebiger UART verwendet werden. Einheitliche Belegung an allen Zentralen erleichtert Wartung und Support.


2. Anschluss SUB-D und Wartungsbox​

Ziel: Box korrekt verdrahten (F1 direkt / F2 über SUB-D).
Fertig wenn: Stecker sitzen fest, GND liegt am grauen Kabel, Pinbelegung stimmt.

2.1 Solution F1 – Verdrahtung an der Box​

  1. Anschluss der Wartungsbox über die Pins der UART3. GND ist das graue Kabel an der Wartungsbox.
  2. Spannungsversorgung der Wartungsbox über einen freien Anschluss direkt am Netzteil (24 V).
Achtung

An der Schnittstelle können RX und TX potentiell getauscht sein. Der TX-Pin hat ca. 9 V gegen Ground – das zeigt noch nicht, dass die Schnittstelle aktiv ist.

2.2 Solution F2 – SUB-D verdrahten​

  1. Legen Sie den SUB-D bereit. SUB-D Schaltplan
  2. Stecken Sie die Stecker von Wartungsbox und Zentrale in den SUB-D: Stecker Installation

Stecker der Wartungsbox am SUB-D (von links nach rechts):

SteckerAdern (Reihenfolge)
Grüner Steckergrau, gelb, grün (TX)
Schwarzer Steckerweiß, braun

Stecker der Zentrale am SUB-D:

SteckerAdern (Reihenfolge)
Schwarzer Stecker (oben nach unten)weiß, braun
Grauer Stecker (von links nach rechts)grau, grün, gelb
Achtung

Vertauschte Adern = keine oder gestörte Kommunikation. Bei Abweichung von der Standardfarbe nach Pin / Position verdrahten, nicht nur nach Farbe.


3. Anschluss SUB-D und Zentrale​

Ziel: Wartungsbox an der RS232-/UART-Schnittstelle der NSC anschließen.
Fertig wenn: Physischer Anschluss abgeschlossen, Box hat Versorgung und geht online.

3.1 Solution F1​

  1. UART-Schnittstelle an der BMZ lokalisieren (empfohlen: UART3).
  2. Wartungsbox gemäß Kap. 2.1 anschließen. Schaltplan F1
  3. Versorgung 24 V am Netzteil herstellen.
  4. Wartungsbox einschalten und Display prüfen.
Achtung

Wenn es nicht funktioniert: Schnittstelle auf FAT stellen, ausschalten und danach den Drucker wieder aktivieren. Details: Kap. 6.

3.2 Solution F2​

  1. Übersicht und Detail des Anschlusses prüfen (Farben von unten nach oben: Grau, Gelb, Grün). Anschluss F2 Übersicht Anschluss F2 Detail
Hinweis

Das Bild zeigt einen Anschluss an UART 1 – empfohlen bleibt UART2 (Kap. 1).

  1. Stecker der Zentrale in die RS232-Schnittstelle stecken (Verbindung mit dem SUB-D). RS232 Anschluss
  2. Datenleitungen an der RS232 prüfen (von oben nach unten: grün, gelb, grau). Datenleitungen
Hinweis

Nach Kundenangaben kann der Potentialunterschied UART TX vs. Ground plus oder minus 9 V sein.

  1. Spannungsanschluss herstellen (von links nach rechts: braun, weiß). Spannungsanschluss Spannungsleitungen
  2. Nach dem Anschluss sollte die Wartungsbox online gehen.

Kurzprüfung vor der Programmierung

  • Empfohlener UART verwendet (F1: UART3 / F2: UART2) bzw. bewusst abweichend dokumentiert
  • GND am grauen Kabel der Box
  • Bei F2: SUB-D-Stecker korrekt (Kap. 2.2)
  • Versorgung 24 V vorhanden
  • Box ist an / Display leuchtet / Box geht online

4. Programmierung der Zentrale​

Ziel: Schnittstelle an der NSC als Drucker parametrieren und aktivieren – oder alternativ über FAT anbinden.
Fertig wenn: Drucker bzw. FAT aktiv, Box empfängt Meldungen.

Zwei Varianten:

VarianteEinstellung an der NSCBemerkung
1 – Drucker (Standard)Schnittstelle = Druckerübliche Anbindung der Wartungsbox
2 – FATSchnittstelle = FAT / „NSC FAT“überwachter Direktanschluss; Adresse in der Box nötig

4.1 Variante 1 – Drucker (Standard)​

  1. Im NSC BMA Konfig-Tool an der entsprechenden Schnittstelle den Parameter Drucker wie im Bild einstellen: Konfiguration
Hinweis

Es gibt eine neue Version der NSC-Software; dort sieht die Oberfläche wie folgt aus:

Neue Konfiguration

  1. Alternativ: Einstellung direkt an der Zentrale im Errichter-Menü ändern (ohne Software).
  2. Firmwarestand prüfen: mindestens 13.03.

4.2 Variante 2 – Anbindung über FAT (NSC-FAT)​

Statt Drucker kann die Box auch über FAT angebunden werden (Schnittstelle „NSC FAT“, RS232, überwacht).

  1. An der NSC-Anlage einstellen: FAT und 9600 Baud.
  2. Adresse in der Box eintragen (Boxoberfläche über WLAN: 10.10.10.1).
  3. In der Anlage „Tableau Einlesen“ aktivieren.
Achtung

Bitte nicht die Adresse eines schon vorhandenen FATs verwenden.

Hinweis

NSC-FAT ist eine überwachte Verbindung.

4.3 Drucker / Schnittstelle aktiv halten​

Hinweis

Im Falle eines Strom- oder Batterieausfalls kann der Drucker automatisch abgeschaltet werden. Dann manuell wieder aktivieren, sonst keine Kommunikation mit der Box.

Wenn die Schnittstelle nicht greift:

  1. Alle drei Schnittstellen auf Drucker stellen und ausschalten.
  2. Programmiertaste drücken (Festspeicher schreiben).
  3. Reset der Anlage durchführen und Drucker aktivieren.
  4. Weiteren Reset durchführen und prüfen, dass keine Filter auf dem Drucker gesetzt sind.

Alternativ: Schnittstelle auf etwas anderes als Drucker umstellen → Anlage neu starten → wieder auf Drucker stellen.

Kurzprüfung

  • Variante gewählt: Drucker (Standard) oder FAT
  • Schnittstelle entsprechend parametriert und aktiv
  • Firmware ≥ 13.03
  • Bei FAT: Adresse in der Box gesetzt, Tableau Einlesen aktiv
  • Box empfängt Meldungen

5. Melder-Datei exportieren und in die Cloud importieren​

Ziel: NSC-Programmierfile in die BMAcloud laden.
Fertig wenn: Upload ohne rote Kreuze, Melder in der Anlage sichtbar.

Es ist kein Export aus der Software nötig. Das NSC-Programmierfile kann direkt eingelesen werden.

5.1 Einzelanlage​

  1. NSC-Programmierfile (.NSC) unter Dateien hochladen.
  2. Auf Programmierung einlesen klicken.
Hinweis

Angezeigte und tatsächliche Meldergruppe können sich unterscheiden – das wird von der BMAcloud gehandhabt.

Beispiel Meldergruppe

5.2 Verknüpfte NSC-Anlagen ohne Offset​

  1. Alle Programmierungen mit einem Texteditor öffnen (z. B. Notepad++).
  2. Die einzelnen Programmierungen in einer Datei untereinander kopieren.
  3. Datei mit Endung .NSC speichern (kein automatisches .txt vom Betriebssystem).
  4. Datei in der BMAcloud hochladen und wie gewohnt Programmierung einlesen.

5.3 Verknüpfte NSC-Anlagen mit Offset​

  1. Alle Dateien zusammen in der BMAcloud hochladen.
  2. Auf den grünen Knopf „NSC-Programmierung einlesen“ klicken. Upload mit Offset
Hinweis

Beim Upload mehrerer Dateien: Dateien mit rotem Kreuz erneut hochladen.

Kurzprüfung

  • Richtige Variante gewählt (einzeln / ohne Offset / mit Offset)
  • Keine Datei mit rotem Kreuz
  • Melder in der Anlage sichtbar

6. Hinweise und Fehlerbehebung​

Typische Fehler​

SymptomHäufige UrsacheMaßnahme
Keine Daten an der BoxDrucker / Schnittstelle AusDrucker aktivieren (Kap. 4.3)
Keine Daten nach Netz-/BatterieausfallDrucker schaltet sich abManuell wieder aktivieren (4.3)
Keine Daten, RX/TX unklarAdern getauschtRX/TX tauschen; TX vs. GND ca. ±9 V prüfen (Kap. 2–3)
Schnittstelle wirkt tot trotz 9 V an TXSchnittstelle nicht aktivAuf FAT stellen, aus → Drucker wieder aktivieren
Eingeschränkte DruckausgabeFilter / eingeschränkte DruckinhalteFilter entfernen; Werkseinstellungen nutzen (Kap. 4.3)
Steuerzeichen stören die VerbindungAbweichende DruckereinstellungenNur Werkseinstellungen verwenden
Immer noch keine DatenSchnittstellen-Zustand „hängt“Alle Schnittstellen Drucker → aus → Festspeicher → Reset → Drucker Ein → erneut Reset (4.3)
NSC-FAT ohne VerbindungAdresse fehlt / falschAdresse in Box (10.10.10.1) setzen; nicht Adresse eines vorhandenen FATs
Upload mit rotem KreuzÜbertragungs-/DateifehlerBetroffene Datei erneut hochladen
Verknüpfte Anlage ohne Offset falschMehrere Files statt einer .NSCDateien in eine .NSC zusammenführen (5.2)

Checkliste vor Verlassen der Anlage​

  • Anschluss fest und korrekt (F1: UART / F2: SUB-D)
  • Drucker bzw. NSC-FAT an der Zentrale aktiv
  • Box empfängt Daten
  • Programmierfile(s) in der BMAcloud eingelesen
  • Bei NSC-FAT: Adresse gesetzt, Tableau Einlesen aktiv
  • Keine Filter auf dem Drucker

Wenn der Support helfen soll​

Bitte mitgeben:

  • Zentralentyp (Solution F1 / F2) und Firmwarestand (mind. 13.03?)
  • Box-Version und Anzeige im Display
  • Foto vom UART-/SUB-D-Anschluss
  • Schnittstellentyp (Drucker oder NSC-FAT) und verwendeter UART
  • Was bereits geprüft wurde (Drucker Ein? RX/TX? Filter? Reset-Sequenz?)

Siehe auch: Wartungsbox-Anleitung | Support & FAQ